Climate Business Unternehmen appellieren an Bundesregierung: Sachbezugsbefreiung für E-Firmenautos beibehalten
Wien, [9. Juni 2026] – Angesichts der Budgetrede des Finanzministers und der laufenden Diskussionen rund um das Doppelbudget 2027/2028 appellieren die CEOs FOR FUTURE CLIMATE BUSINESS Unternehmen an die Bundesregierung, die bestehende Sachbezugsbefreiung für elektrisch betriebene Firmenfahrzeuge beizubehalten.Die angekündigte schrittweise Einführung eines Sachbezugs für privat genutzte E-Dienstwagen sendet aus Sicht führender Unternehmen ein problematisches Signal an jene Betriebe, die bereits heute in die Transformation des Standorts investieren. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Budgets komme es darauf an, Investitionen zu stärken, die langfristig Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung des Standorts unterstützen.
Investitionen passieren nicht zufällig: sich brauchen klare Prioritäten und klaren Budgetrahmen
„Unternehmen wissen, was es bedeutet, mit knappen Budgets zu arbeiten. Gerade dann kommt es auf klare Prioritäten an. Viele Unternehmen haben ihre Investitionen in Dekarbonisierung, Elektrifizierung und neue Technologien trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen fortgesetzt. Diese Prioritätensetzung sollte sich auch im öffentlichen Budget widerspiegeln“, sagt Christiane Brunner, Initiatorin von Climate Business Circle.
Dekarbonisierung und Energiewende seien keine Zusatzaufgaben, sondern zentrale Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Investitionen in Elektrifizierung reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten, stärken die Versorgungssicherheit und schaffen langfristige Kostenvorteile für Unternehmen und Volkswirtschaft.
Rücknahme der Sachbezugsbefreiung hat konkrete negative Auswirkungen in Unternehmen
Die steuerliche Begünstigung von E-Firmenfahrzeugen habe in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, den Markthochlauf der Elektromobilität voranzutreiben. Gerade Dienstwagenflotten spielen eine wichtige Rolle, um neue Technologien in die Breite zu bringen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in die Transformation einzubinden.
„Wer heute in Elektromobilität investiert, trifft eine langfristige Entscheidung. Viele Unternehmen haben ihre Flottenstrategien, Leasingverträge und Investitionspläne auf Basis bestehender Rahmenbedingungen aufgebaut. Eine nachträgliche Verschlechterung dieser Rahmenbedingungen schafft Verunsicherung und erschwert weitere Investitionsentscheidungen“, sagt Karl Sagmeister, CEO Schneider Electric Austria.
„Die Energiewende braucht Verlässlichkeit. Unternehmen investieren über Jahre hinweg in neue Infrastruktur, Fahrzeuge und Technologien. Dafür braucht es stabile Rahmenbedingungen und klare politische Signale“, betont Peter Weinelt, Generaldirektor-Stellvertreter der Wiener Stadtwerke.
„Wer Unternehmen dazu bewegen will, in Elektromobilität zu investieren, muss Verlässlichkeit schaffen. Viele Betriebe haben ihre Mobilitätsstrategien bereits auf elektrische Antriebe ausgerichtet. Kurzfristige Änderungen bei Anreizen senden das falsche Signal – gerade in einer Zeit, in der Dekarbonisierung entschlossen vorangetrieben werden muss“, sagt Haimo Primas, CEO Holcim Österreich.
Die Unternehmen verweisen darauf, dass sie in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in die Dekarbonisierung ihrer Fuhrparks getätigt haben. Die Sachbezugsbefreiung war dabei ein wichtiges Instrument, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umstieg auf Elektromobilität zu gewinnen und Investitionsentscheidungen wirtschaftlich planbar zu machen. Eine Rücknahme dieser Regelung würde sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte finanziell belasten und zu erheblicher Verunsicherung führen.
Konsolidieren ja, aber mit klaren Prioritäten
„Die Frage ist nicht, OB konsolidiert werden muss, sondern WO. Wenn wir einerseits von Wettbewerbsfähigkeit UND Dekarbonisierung, Energiesouveränität UND Zukunftsinvestitionen sprechen, andererseits aber Anreize für Investitionen in die Transformation zurücknehmen, entsteht ein Widerspruch. Österreich leistet sich nach wie vor rund vier Milliarden Euro an Förderungen und Begünstigungen, die den Transformationszielen des Standorts entgegenwirken. Eine zukunftsorientierte Budgetpolitik sollte solche Fehlanreize abbauen und gleichzeitig jene Maßnahmen absichern, die Investitionen in die Energiewende und damit in die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts unterstützen. Die Energiewende ist keine Belastung für den Standort, sondern seine Zukunftsversicherung. Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung, die Sachbezugsbefreiung für E-Firmenfahrzeuge beizubehalten“, so Brunner abschließend.
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Presseaussendung:
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Über den Climate Business Circle
Der Climate Business Circle ist eine Initiative von Unternehmen, die an sektoren- und branchen-übergreifenden Lösungen arbeiten, um die wirtschaftlichen Chancen der Transformation zu nutzen. Er versteht sich als Plattform für alle konstruktiven Kräfte und sucht den Austausch und Verbindung mit Zivilgesellschaft und Politik. Der Climate Business Circle ist ein Kooperationsprojekt von CEOs FOR FUTURE und Christiane Brunner sowie den Unternehmen Austrian Power Grid (APG), ASFINAG, Holcim Österreich, Schneider Electric und Wiener Stadtwerke.
Über CEOs FOR FUTURE
CEOs FOR FUTURE ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung und Beschleunigung der nachhaltigen Transformation zu einer fossilfreien, umwelt- und rohstoffschonenden Wirtschaft und Gesellschaft mit mehr als 100 Mitgliedern – Topmanager:innen und Unternehmen – aus unterschiedlichen Branchen als Unterstützer:innen. Botschafter der C4F Wirtschaftsplattform ist Wolfgang Anzengruber. Im Fokus der C4F Generationenplattform, mit Botschafterin Doris Schmidauer, stehen der Dialog und Austausch mit der Jugend und der Generation Z – Lehrlingen, junge Mitarbeiter:innen, Jugendorganisationen – auf Augenhöhe. www.ceosforfuture.at
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Rückfragehinweis:
CEOs FOR FUTURE / CLIMATE BUSINESS
Christiane Brunner
Tel: +43 664 1444523
Mail: presse@climatebusiness.at