Der CEOs FOR FUTURE Neujahrsempfang am 20. Jänner 2026 stand ganz im Zeichen des Ausblicks auf das kommende Jahr und der Frage, wie Wettbewerbsstärke, Resilienz und Innovation als Motoren einer nachhaltigen Transformation wirksam werden können. Ziel des Abends war es, Perspektiven und Chancen für Österreich und Europa aufzuzeigen und jene Akteur:innen zusammenzubringen, die bereit sind, gemeinsam ins Tun zu kommen.
In der Begrüßung betonten Obmann-Stellvertreterin Birgit Kraft-Kinz, Obmann Karl Kienzl und Vorständin sowie Initiatorin des Climate Business Circle Christiane Brunner die Rolle von CEOs FOR FUTURE als Plattform der Willigen, die aktiv an der Umsetzung einer zukunftsfähigen Wirtschaft arbeitet. Transformation ist kein abstraktes Ziel, sondern eine konkrete Gestaltungsaufgabe für Unternehmen, Branchen sowie für den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa insgesamt – gerade in herausfordernden und turbulenten Zeiten. Auch der Generationendialog spielt dabei eine zentrale Rolle, wie Vorstand Lukas Kienzl hervorhob.
Ákos Kőszegváry, Chief of Public Private Partnerships der UNIDO, gab einen Einblick in die globale Arbeit der Organisation. Mit Sitz in Wien ist UNIDO in über 150 Ländern aktiv und agiert als Schnittstelle zwischen Industrie, Unternehmen, Finanzinstitutionen und Politik. Im Fokus stehen insbesondere auch die Themen Nachhaltigkeit, der Zugang zu leistbarer Energie, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sowie die stärkere Einbindung des privaten Sektors in die industrielle Transformation. Die globale Transformation ist längst im Gange – und bietet auch für die österreichische und europäische Wirtschaft große Chancen.
Einen wirtschaftswissenschaftlichen Blick auf die Transformation brachte Sigrid Stagl, Universitätsprofessorin für ökologische Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien, ein. Sie zeigte auf, dass nachhaltige Transformation ökonomisch sinnvoll ist, wenn Umwelt, Wirtschaft und physikalische Grenzen gemeinsam gedacht werden. Besonders hob sie das anhaltend große Interesse junger Menschen an Umwelt- und Wirtschaftsthemen hervor. Wesentliche Hebel für eine nachhaltige Transformation sieht sie insbesondere im Bereich „Green Budgeting“, der strategischen Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für Europa, der Weiterentwicklung der Hochschulstrategie sowie bei der Unterstützung partizipativer Prozesse im Energiebereich auf Gemeindeebene.
Henriette Spyra, Sektionsleiterin für Innovation und Technologie im BMIMI, sprach über die Rolle von Innovation, Technologie und öffentlicher Unterstützung in der Transformation. Förderungen seien dabei ein wichtiges Instrument, eingebettet in eine breit verstandene Wettbewerbsfähigkeitsstrategie, wie sie auch im aktuellen Bericht des Produktivitätsrats sichtbar wird. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Technologie und Regulierung – etwa im Rahmen von Schlüsseltechnologie- und Transformationsoffensiven mit Fokus auf nachhaltige Lösungen und Digitalisierung.
Wolfgang Anzengruber, Botschafter der C4F-Wirtschaftsplattform, weitete den Blick über Österreich hinaus. Am Beispiel des Wiederaufbaus der Ukraine zeigte er auf, dass Transformation nicht nur Herausforderung, sondern vor allem eine historische Chance ist. Unter dem Leitmotiv „Build back better“ eröffnen sich auch für österreichische Unternehmen neue Perspektiven – etwa im Bereich erneuerbarer Energien und grünen Wasserstoffs. Die Zukunft liegt in dezentralen, erneuerbaren Energiesystemen und internationaler Kooperation. Besonders betonte er die positive Aufbruchsstimmung und den Optimismus der jungen Generation.
Diese Perspektive wurde durch Benedicta Opis und Valentin Chavanne, die österreichischen UNFCCC-Jugenddelegierten von CliMates Austria, ergänzt. Sie berichteten von ihrer Arbeit im Rahmen der internationalen Klimaverhandlungen und unterstrichen die Bedeutung, junge Menschen frühzeitig und ernsthaft in wirtschaftliche und politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Planungssicherheit, eine konsequente grüne Transformation und Kreislaufwirtschaft sind zentrale Anliegen der Jugend. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass es in Österreich verbindliche klimapolitische Rahmenbedingungen braucht, um kontraproduktive Investitionen zu vermeiden.
Abschließend betonte Christiane Brunner, dass Klimaschutz nicht nur Verantwortung, sondern auch wirtschaftliche Chance ist. Internationale Kooperation, eine starke europäische Industriepolitik und klare Rahmenbedingungen sind essenziell, um bestehende Stärken weiterzuentwickeln. Die Wirtschaft könne und müsse dabei eine konstruktive Rolle einnehmen – als Brückenbauerin und Gestalterin der Transformation.
Der Neujahrsempfang 2026 zeigte eindrucksvoll, wie groß das gemeinsame Commitment für eine resiliente, innovative und wettbewerbsfähige Wirtschaft ist. Beim anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmer:innen die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Kooperationen zu vertiefen und Impulse für die gemeinsame Arbeit im Jahr 2026 mitzunehmen.
Wir bedanken uns bei allen weiteren Teilnehmer:innen für den wertvollen Austausch: Christian Abl – Reclay Group // Sabine Aigner – Sabine Aigner Managementberatung GmbH // Reinhard Birke – NTT DATA Deutschland SE // Christine Catasta // Frank Dumeier – QR Energy // Verena Ehold – Umweltbundesamt GmbH // Helmut Fleischer, Esther Koeszegvary – UNIDO // Caroline Gager-Palfy – Orbyz Media GmbH // Alexandra Geyer – FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG // Gudrun Ghezzo – Ghezzo GmbH // Barbara Gruszkiewicz, Sonja Schittner-Sollner – LeitnerLeitner GmbH // Michael Haugeneder – ATP sustain GmbH // Mario Heinisch – Funk International Austria GmbH // Aleksandra Izdebska // Agatha Kalandra – PwC Österreich GmbH // Wolfgang Kradischnig – DELTA AG // Florian Laszlo – OBSERVER GmbH // Ruth Moss // Sabine Müller – Wien 3420 aspern Development AG // Florian Müller – WEB Windenergie AG // Robert Nagele – BILLA AG // Klaus Petraschka – KPPK Ziviltechniker GmbH // Beatrix Praeceptor – Greiner Packaging International GmbH // Haimo Primas – Holcim Österreich // Lena Rauter, Karla Röckener – CliMates Austria // Christian Richter-Schöller, Maria Troger – Schiefer Rechtsanwälte GmbH // Markus Roboch – Naturhistorisches Museum Wien // Josef Scheidl – Brantner green solutions // Marcus Schellerer – Rittal GmbH // Matthias Schodits – enshift (Austria) GmbH // Johannes Srajer // Ilse Stockinger – Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und EntwicklungsgesmbH // Christoph Strasser – COLLECTIVE ENERGY GmbH // Ulrich Streibl – oekostrom AG energy group // Peter Ulm – allora Immobilien GmbH // Kris Van Humbeeck, Barbara Lazar, Amira Badi – DHL Express Austria GmbH // Werner Weingraber – Madaster Austria GmbH // Stefan Weiss, Viktor Vogler – SCHIG mbH // Constantin Vana // Daniela Winnicki // Claus Zeppelzauer – ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH // Ute Zimmermann, Johann Zimmermann – NaKu e.U.
Mirjana Čović, Melanie Laure, Josef Mantl, Christoph Thun-Hohenstein, Werner Wutscher – CEOs FOR FUTURE Beirat // Verena Kuen, Christian Nohel – CEOs FOR FUTURE Vorstand // Nina Perbin – CEOs FOR FUTURE
Bildergalerie CEOs FOR FUTURE Neujahrsevent// 20.01.2026:
















































