Beim CEOs FOR FUTURE Willkommensfrühstück am 16. September 2026 im Café Landtmann stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen gemeinsam nachhaltige Veränderungen vorantreiben können. Bestehende und etliche neue Mitglieder teilten meist branchenübergreifende Praxisbeispiele aus, inhaltlich von Energieversorgung über Kreislaufwirtschaft, Bildung, Inklusion bis Digitalisierung und KI.
Nach der Begrüßung durch Birgit Kraft-Kinz und Karl Kienzl führte Lukas Kienzl, Vorstand und CEO von CEOs FOR FUTURE, durch den Austausch. Die Beiträge zeigten, wie Kooperationen Wissen verbinden, Ressourcen schonen und Innovationen in die Umsetzung bringen.
Impulse aus dem Netzwerk
Rainer Bacher, BCE Beyond Carbon Energy Holding GmbH, betonte die Bedeutung von Kooperationen für die CO₂-freie Wärme- und Kälteversorgung. Besonders Finanzierungspartner müssen Geschäftsmodell und Risiken verstehen, damit gemeinsam wirksame Projekte für die Energiewende entstehen.
Christopher Estl, AfB gemeinnützige GmbH, zeigte, wie IT-Wiederaufbereitung Ressourcenschonung und Inklusion verbindet. Partnerschaften mit Unternehmen, IT-Dienstleistern und Leasinggesellschaften verlängern die Nutzungsdauer von Geräten und ermöglichen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen.
Anna Gawin, apprentigo, stellte die Zukunftskompetenzen junger Menschen in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen vermitteln Lernangebote KI-, Medien- und Finanzkompetenz und stärken die Fähigkeit, Veränderungen selbst mitzugestalten.
Lukas Lobensommer, Peek & Cloppenburg, berichtete über nachhaltige Ansätze im Umgang mit überschüssigen und beschädigten Textilien sowie in der Logistik. Kooperationen unterstützen funktionierende Materialkreisläufe; unternehmensübergreifendes Mentoring fördert junge Führungskräfte.
Josef Scheidl, Brantner, verdeutlichte das Potenzial der Sekundärrohstoffgewinnung – etwa durch die Rückgewinnung von Metallen und die Entwicklung eines Baustoffs aus Müllverbrennungsasche. Damit daraus tragfähige Kreisläufe entstehen, brauche es Offenheit zwischen Unternehmen und geeignete Rahmenbedingungen.
Eva Schwarzl stellte gemeinsam mit Unternehmen entwickelte KI-Assistenzlösungen vor, die Kommunikation und administrative Abläufe erleichtern. Im Fokus stand die Entlastung von Mitarbeitenden, praxisnahe Prozessoptimierung sowie europäisches Hosting und Datenschutz.
Ruth Moss präsentierte eine Untersuchung zur Zukunftsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft mit mehr als 250 teilnehmenden Unternehmen auf Führungsebene. Trotz Veränderungsdruck und Unsicherheit zeigte sich Zuversicht. Bei KI bestehe jedoch eine deutliche Lücke zwischen technologischen Möglichkeiten und betrieblicher Nutzung.
Ilse Stockinger, Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungs-GesmbH, beleuchtete Herausforderungen für Schifffahrt und Tourismus – von Niederwasser bis zu veränderten Gästeerwartungen. Kooperation, aktives Zuhören und Offenheit für unbequeme Fragen seien entscheidend für zukunftsfähige Lösungen.
Michael Frischauf, NTS NETZWERK TELEKOM SERVICE AG, zeigte anhand eines Kooperationsprojekts zur Quantenverschlüsselung, wie Technologiepartnerschaften Datensicherheit und digitale Souveränität stärken können. Entscheidend seien Austausch auf Augenhöhe und die Bereitschaft, Wissen und Kontakte zu teilen.
Birgit van Duyvenbode, REEDuce, stellte kreislauffähige Lärmschutzwände aus Schilf, Thermoholz und Lehm vor. Die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Neusiedler See und der ASFINAG zeigt, wie Forschung, technische Innovation und Biodiversität in der Praxis zusammenfinden.
Robert Kaup, Tieto Austria, veranschaulichte den Beitrag der Digitalisierung zu nachhaltigem Wirtschaften – von Verkehrssteuerung über Energiemanagement zur Vermeidung von Lastspitzen bis zum digitalen Produktpass. Branchenübergreifende Zusammenarbeit bringt diese Lösungen gezielt in die Anwendung.
Karl Kienzl, Obmann CEOs FOR FUTURE, zitierte in seinen Abschlussworten das Buch „Stadt der Ideen – als Wien die moderne Welt erfand“ wie stark Innovationen aus Österreich um die Jahrhundertwende und in der Zwischenkriegszeit das 20. Jahrhundert prägten und wie wichtig es ist, die nach wie vor bestehende Innovationskraft Europas aktiv umzusetzen.
Aus Austausch wird Zusammenarbeit
Die Beiträge machten zahlreiche Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte sichtbar. CEOs FOR FUTURE vernetzt Unternehmen, fördert Wissenstransfer und unterstützt die Weiterentwicklung konkreter Lösungen und notwendiger Rahmenbedingungen – für einen innovativen und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort.
Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen für ihre wertvollen Impulse und ihre Bereitschaft, gemeinsam nachhaltige Veränderungen voranzutreiben!
Unsere Inputgeber:innen: Rainer Bacher, BCE Beyond Carbon Energy Holding GmbH // Christopher Estl, AfB gemeinnützige GmbH // Michael Frischauf, NTS NETZWERK TELEKOM SERVICE AG // Anna Gawin, apprentigo // Robert Kaup, Tieto // Lukas Lobensommer, Peek & Cloppenburg // Ruth Moss // Josef Scheidl, Brantner // Eva Schwarzl // Ilse Stockinger, Wiener Donauraum // Birgit van Duyvenbode, REEDuce.
Unsere weiteren Teilnehmer:innen: Sabine Aigner, Sabine Aigner Managementberatung GmbH // Elias Danninger, Dauntles GmbH // Caroline Gager-Palfy, Orbyz Media GmbH // Gudrun Ghezzo, Ghezzo GmbH // Barbara Gruszkiewicz // Matej Hopp, Reclay Group // Aleksandra Izdebska // Nina Kaiser // Sebastian Krautzer, ATP sustain // Dieter Meyer, EQUANS Austria GmbH // Jürgen Narath, NV Immobilien GmbH // Johannes Ortner, ALIA AG // Sabine Riedel, Eurest // Karl Sagmeister, Schneider Electric Austria Ges.m.b.H. // Ulrich Streibl, oekostrom AG energy group // Maria Troger, Schiefer Rechtsanwälte GmbH // Viktor Vogler, SCHIG mbH // Katrin Vohland, Naturhistorisches Museum Wien // Werner Weingraber, Madaster Austria GmbH // Tobias Wiener, one2zero GmbH // Johann Zimmermann, NaKu // Ute Zimmermann, NaKu.
CEOs FOR FUTURE: Chahnaz Baghdadi // Lukas Kienzl // Karl Kienzl // Birgit Kraft-Kinz.















































