CEOs FOR FUTURE spricht sich für einen klaren Rahmen zur Erreichung der Klimaziele aus

C4F Pressegespräch, 28.09.2021, Wien - CO2-Paper: Berthold Kren (Berthold Kren, CEO LAFARGE Zementwerke GmbH), Christiane Brunner (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Birgit Kraft-Kinz (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Wolfgang Anzengruber (Vorstand CEOs FOR FUTURE). Fotocredit: Paris Tsitsos
Ein Klimaschutzgesetz mit klaren Dekarbonisierungszielen und -pfaden für alle Sektoren – Unterstützung durch zahlreiche Unternehmen

Wien, 13. Dezember. Auch wenn die COP26 nicht alle Erwartungen erfüllt hat, die Richtung, die uns der Klimavertrag von Paris gibt, ist klar – und diese Richtung wurde von der COP26 konkretisiert. Jetzt ist es wichtig, die Hausaufgaben bis zur nächsten COP zu machen – auch in Österreich. Dafür sind Politik, aber auch Wirtschaft und Gesellschaft gefordert.

„Als CEOs FOR FUTURE sind wir bereit, unseren Beitrag zu leisten. Damit die Wirtschaft für ihre Dekarbonisierungsvorhaben Orientierung hat, braucht es aber auch einen gesetzlichen Rahmen für alle Sektoren. Der Rahmen wird durch das noch verfügbare CO2-Budget abgesteckt, das Klimaschutzgesetz soll einen Pfad mit klaren und überprüfbaren Zielen und Zwischenzielen vorgeben“, so Wolfgang Anzengruber, Botschafter der Wirtschaftsplattform und Vorstand von CEOs FOR FUTURE.

Auch in Österreich gibt es mit der Klimaneutralität 2040 ein klar abgestecktes Dekarbonisierungsziel. Dieses kann aber nur erreicht werden, wenn auch der Weg dorthin beschrieben wird. „Aus Wirtschaftssicht ist es wichtig, kontinuierliche planbare Reduktionspfade als Leitlinie zu haben, damit Investitionsentscheidungen auf einen paris-kompatiblen Pfad abgestimmt werden können. Für das Klimaschutzgesetz wünschen wir uns daher klare Ziele und Wege, aber auch Verantwortlichkeiten für die Zielerreichung – so wie ja auch an andere wirtschaftliche Ziele herangegangen wird“, meint Christiane Brunner, Vorständin von CEOs FOR FUTURE.

Unternehmen sprechen sich für Klimaschutzgesetz aus

Ein rasch wirksames und klares Klimaschutzgesetz ist für alle Sektoren wichtig. Mitglieds-Unternehmen von CEOs FOR FUTURE aus unterschiedlichen Branchen sprechen sich ebenfalls deutlich für ein Klimaschutzgesetz aus:

Peter Weinelt, Vorstand der Wiener Stadtwerke, betont die Wichtigkeit von Planungs- und Investitionssicherheit „Als Wiener Stadtwerke Gruppe sind wir (mit-)verantwortlich für die Energie-, Wärme- und Mobilitätswende im Großraum Wien. Dafür brauchen wir Planungs- und Investitionssicherheit. Das Klimaschutzgesetz muss diese Leitplanken vorgeben“.

Auch Ralf Mittermayr, CEO der Saubermacher AG, weist auf einen klaren Raumen als Voraussetzung für Investitionsentscheidungen hin: „Durch ein angekündigtes, aber nicht umgesetztes Klimaschutzgesetz können wir als Unternehmen wesentliche Investitionsentscheidungen nicht treffen. Wir benötigen dafür Klarheit und einen rasch abgesteckten Rahmen für alle Sektoren!“

Berthold Kren, CEO von Lafarge, sieht ein Klimaschutzgesetz als einen wichtigen Baustein für die umfassenden Dekarbonisierungsaufgaben: „Wie die gesamte Zementbranche haben auch wir als Unternehmen ein klares Dekarbonisierungsziel und entsprechende Pfade festgelegt. Die Zementindustrie hat derzeit Riesenaufgaben zu stemmen, deren Erfüllung von sehr vielen Faktoren abhängt. Dazu muss der definierte Pfad von entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen getragen werden, die eine zielgerichtete Dekarbonisierung ermöglichen ohne den Standort in Frage zu stellen. Das Klimaschutzgesetz stellt einen wichtigen Baustein dazu dar.“

Ulrich Streibl von der oekostrom AG betont die Wichtigkeit von klaren Zielen und Verantwortlichkeiten: „Die oekostrom AG ist aus der Klima- und Umweltschutzbewegung heraus entstanden. Als Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien übernehmen wir heute wie damals Verantwortung für die Erreichung der Klimaziele. Viele Firmen tun das ebenfalls oder beginnen nachzuziehen. Um gemeinsam den Klimaschutz zu stärken, brauchen wir für alle Branchen und Unternehmen klare politische Grundlagen und gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir sprechen uns daher für ein Klimaschutzgesetz aus, dessen Ziele mit dem Klimavertrag von Paris (1,5 Grad Erderwärmung) kompatibel sind und das klare Verantwortlichkeiten für die Erreichung dieser Ziele festlegt.“

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CEOs FOR FUTURE

CEOs FOR FUTURE ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung und Beschleunigung einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Als Stimme aus der Wirtschaft zeigt der Verein die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale einer nachhaltigen Transformation auf und setzt sich für Rahmenbedingungen ein, um eine solche Transformation zu beschleunigen.

Die CEOs FOR FUTURE (C4F) Wirtschaftsplattform, deren Botschafter Wolfgang Anzengruber ist, versteht sich als unabhängige Plattform für Topmanager:innen, die Verantwortung für heutige und zukünftige Generationen ergreifen und eine wirtschaftliche Zukunft im Einklang mit den vorhandenen Ressourcen unseres Planeten aktiv gestalten wollen.

Die C4F Generationenplattform, mit Botschafterin Doris Schmidauer, setzt sich aktiv für den Dialog und Austausch sowie die Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und jungen Menschen auf Augenhöhe ein.

Rückfragenhinweis:
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c/o KRAFTKINZ GmbH

Pamela Graf, Tel: 01 803 30 84–14 Christoph Klaritsch, Tel: 01 803 30 84–17
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